Glutenfrei Einkaufen in Irland

Eine meiner ersten Amtshandlungen nachdem ich in Irland angekommen bin war, in den Supermarkt zu gehen und mich mit frischem Obst einzudecken. Dabei musste ich direkt feststellen, dass Deutschland in Sachen plastikfrei schon um einiges weiter ist als ich glaubte. Einen Apfel ohne Verpackung finden? Keine Chance! Überhaupt einen einzelnen Apfel zu kaufen stellte sich direkt als Herausforderung heraus. Es gab nämlich nur Tüten oder plastiküberzogene Kartons mit mehreren Äpfeln. Na gut. Auch die Suche nach veganen Produkten, die über Sojajoghurt und Milchalternativen hinausgingen, gestaltete sich schwierig. In Irland verkauft Tofu, Tempeh und Co. nämlich nur ein einziger Laden: Tesco. 

Zwischen Hölle und Paradies

Wie soll das denn dann mit glutenfreien Produkten aussehen? Ein hoffnungsloser Fall und die Hölle für alle Zöliakie-Betroffene? Bei einem weiteren Streifzug durch die Supermärkte Irlands stellte ich allerdings fest, dass die Iren in Sachen Free-from weitaus besser aufgestellt sind als die deutschen Supermärkte. Vor allem bei Tesco, ein wahres Paradies für diverse alternative Ernährungsformen, und SuperValu gibt es teils ganze Gänge voller Free-from-Produkte. Aber auch bei den deutschen Ketten Aldi und Lidl, die hier die günstigste Möglichkeit zum Einkaufen darstellen, gibt es meist ein Regal mit glutenfreien, zuckerfreien und veganen Alternativen. Zumindest die Basics wie Mehl, Nudeln und ein paar Snacks lassen sich hier gut einkaufen. 

Was kannst du dort kaufen?

Aber wenden wir uns vor allem den beiden Einkaufsriesen Tesco und SuperValu zu, da die deine beste Chance auf einen verträglichen Einkauf ohne Verzicht sind. Das Produktsortiment reicht je nach Größe der jeweiligen Filiale von glutenfreien Nudeln über Flatbreads, Knäckebrote und Toastbrot bis hin zu Snacks, Muffins, Keksen und verschiedenen glutenfreien Mehlsorten oder Backmischungen.

Der Fokus der Produktauswahl liegt jedoch klar auf den Snacks. Vor allem Reiswaffeln in allen Formen und Farben scheinen bei den Iren sehr beliebt zu sein. Praktisch, dass die auch schon natürlicherweise glutenfrei sein. So muss nur noch bei den Geschmacksrichtungen wie Schokolade, Joghurt, Karamell oder Sweet Chili aufgepasst werden und schon kann den knusprigen Reiswaffeln der Free-from-Stempel aufgedrückt werden. Dicht auf dem Fuß folgen in Sachen Quantität die Müsliriegel. Glutenfreie, vegan, zuckerfrei – meist gibt es ein Hybridprodukt, das alle Unverträglichkeiten abdeckt. Für den kleinen Hunger unterwegs wird also gut gesorgt. Gerade bei den Snacks gibt es auch viele Produkte von den jeweiligen Eigenmarken der Supermärkte, sodass die Verfügbarkeit in den Filialen sehr zuverlässig ist.

Und wie sieht es mit den Preisen aus?

Die Eigenmarken sind außerdem preisgünstiger als Markenalternativen. Generell scheinen sich die Preise gerade für die Snacks in einem ähnlichen Segment wie die glutenhaltigen Versionen zu bewegen. Man muss also keinen Batzen Geld hinlegen, um an gute, glutenfreie Produkte zu kommen. Bei den Mehlen und der Pasta sieht es schon etwas anders aus. Hier sind die glutenfreien Produkte sichtbar teurer als die glutenhaltigen. Die Preise sind aber dennoch nicht ungewöhnlich für glutenfreie Lebensmittel und durchaus erschwinglich. Lediglich die fertigen Saucen fallen mit drei bis fünf Euro für 200 bis 350 Gramm sehr teuer aus.

Fazit

Im Fazit bedeutet das, dass glutenfreie Alternativen in Irland wirklich weit verbreitet sind und in fast jedem Supermarkt ein Sortiment vorhanden ist. Meistens ist die Auswahl sogar sehr gut, sodass das glutenfreie Einkaufen unproblematisch und entspannt ist. Im Vergleich zu den generell höheren irischen Preisen sind auch keine drastischen Mehrausgaben notwendig.

Falls du gerade in Irland bist oder eine Reise nach Irland geplant hast wünsche ich dir auf jeden Fall viel Spaß beim Stöbern und Einkaufen. 

Liebe Grüße,

deine Anne

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