Wie Medien unsere Körperideale beeinflussen

Mal wieder ein Schwank aus meinem Leben! Neulich saß ich mit einem Freund zusammen und irgendwie kamen wir über Sport und Selbstbewusstsein auf das Thema Körperideale. Insbesondere Frauen machen sich bekanntlicherweise viele Gedanken um ihren Körper. Sehe ich gut aus? Wie finden mich Andere? Bin ich wirklich schlank genug? Dann fiel der Satz „..und was soll eigentlich dieser Begriff – Plus Size Model“?

"Wer entscheidet denn ab wann man zu dick oder zu dünn ist?"

Der Freund von mir vertritt die These, dass viel zu viele Menschen sich generell mit irrationalen Maßstäben messen. „Ein Mensch ist wegen seines Charakters schön und nicht wegen einer Kilozahl.“ Recht hat er! Aber leider sind viele Menschen sehr kritisch mit sich selbst und vergleichen sich oft mit einem unrealistischen Körperideal. Ein großer Faktor ist dabei die starke Nutzung der klassischen, aber insbesondere der sozialen Medien. Denn Medien beeinflussen unsere Wahrnehmung wie wir auszusehen haben.

Das können die angehenden Models in Heidis Topmodel Show sein, die professionell geschminkten 15-jährigen Influencerinnen auf Instagram oder die Fitnessvideos des neusten Stars am Sporthimmel. All diese Einflüsse führen dazu, dass zunehmend Menschen glauben es gäbe nur ein Körperideal und es sei dringend notwendig sich diesem anzupassen. Was daraus zum Teil folgt sind Maßnahmen wie Leistungssport und das Einhalten einer extremen Ernährungsfrom.

Um einem Körperideal zu entsprechen wird sich häufig für ungesunde Ernährungsformen entschieden.

Genau wie bei übermäßigem, sportlichen Training, übertreiben es auch immer mehr mit ungesunden Ernährungsumstellungen. Der soziale Druck und das Bedürfnis schnelle Erfolge zu erzielen führt dazu, dass häufig Extremdiäten durchgezogen oder bestimmte Lebensmittel ganz weggelassen werden. Das Ziel dem Körperideal zu entprechen steht dabei an erster Stelle, auch wenn dies gesundheitliche Folgen hat. Doch nicht nur das Normalisieren dieser Körpernormen ist das Problem.

Damit einhergehend wird medial zusätzlich bewusst auf das Bedürfnis der entsprechenden Ernährung eingegangen. Dauernd gibt es neue Shakes, Präparate und fragliche Weisheiten wie man sich denn nun zu ernähren hat oder nicht. Zucker ist schlecht, Fleisch geht gar nicht und Carbs sind ja eigentlich auch nicht gut – aha!? Mal anders herum – Süßstoff in Light Produkten, Fitness Shakes mit Aufputschmitteln und genmanipulierte Chiasamen sind also gesund?

Es ist gibt kein Körperideal, es gbt ein ideales Körpergefühl.

Und das hängt nicht davon ab wie ähnlich Du einem Instagram Star siehst oder wie viele Likes Du bekommst. Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch ist auch auf seine Art und Weise schön. Kein Vorbild der Welt ist es Wert, dass Du Deine Gesundheit aufs Spiel setzt indem Du außerhalb deiner körperlichen Grenzen handelst. Ein ideales Körpergefühl entsteht dann, wenn

  • Du Dich gesund und ausgewogen ernährst
  • Du regelmäßig Sport in einem gesunden Maße treibst
  • Du Dich und deinen Körper so akzeptierst und magst wie er/du bist

Lass Dir nicht von irgendwem einreden wie Du auszusehen hast. Denn solange Du gesund und mit der selbst zufrieden bist, bist Du die schönste Version von Dir selbst.

Vielleicht merkt man, dass ich diesen Beitrag letzten Sonntag am Weltfrauentag geschrieben habe. Ein Tag der meiner Meinung nach viel mehr auf solche Themen aufmerksam machen sollte. Es gibt so viele Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Themen und es ist wichtig zu verstehen wie diese Einflüsse aufeinander wirken. Wie eben Teilthema dieses Blogs – Ernährung – von Sebst- und Fremdwahrnehmung beeinflusst werden.

Ich fühle mich überhaupt nicht in der Position hier irgendwem, irgendwas vorzuschreiben. Aber ich möchte Dir einen Denkanstoß des Freundes von mir mitgeben, der fragt:

„Warum pflegen wir die Kultur des Komplimente machens nichts stärker?“ Komplimente, die wir Anderen mitgeben und welche, die wir selbst annehmen.

Liebe Grüße,

Marie

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