5 Gründe den Verzehr von Milchprodukten zu überdenken

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Auf dem Panista Blog sind inzwischen einige Beiträge zu finden, die den Konsum von tierischen Produkten und das Konzept Veganismus unter die Lupe zu nehmen. Nach wie vor muss jeder Verbraucher seinen eigenen Konsum vorrangig vor sich selbst rechtfertigen und damit zufrieden sein. Deswegen sehe ich Blogartikel wie den heutigen eher als Denkanstoß, anstatt als Überzeugungsversuch. Ich hoffe das kommt auch bei dir so an! Es schadet nie sich kontrovers mit Themen auseinanderzusetzen und es mag auch sein, dass sich mit der Zeit die persönliche Haltung noch einmal verändert. Heute möchte ich dir gerne 5 Gründe vorstellen, die gegen den Verzehr von Milchprodukten sprechen. Die positiven Aspekte des Kuhmilchkonsums habe ich in einem anderen Beitrag eher betont, deswegen möchte ich dir heute einen Perspektivwechsel bieten.

Der Prozess der Milchgewinnung

Selten führt man sich wirklich im Detail vor Augen wie Kuhmilch eigentlich gewonnen wird. Genau wie bei den Menschen müssen Kühe schwanger werden um Milch zu produzieren. Anders als bei den Menschen wird den Kühen aber unmittelbar nach der Geburt das Kalb – ihr Kind, dass sie ebenfalls 9 Monate im Laib tragen weggenommen. Genau wie jede Mutter mit ihrem Kind leiden die Kuh und das Kalb unter dieser Trennung. Das Kalb wird daraufhin mit künstlicher Milch gefüttert, während die Kuhmilch für uns Menschen abgepumpt wird. Damit die Kuh schnellstmöglich wieder Milch gibt erhält sie hohe Dosen an Hormonpräparaten, um dann als Folge wieder schwanger zu werden. Dieser Prozess wird in etwa 4-5 Mal wiederholt, bis die Kuh körperlich am Ende ist. Dann sind zum Beispiel die Euter komplett entzündet sind und das Tier wird dann geschlachtet. Ein ethischer Umgang mit Tieren sieht anders aus.

Die Verträglichkeit von Kuhmilch ist nicht selbstverständlich

Ursprünglich führte eine Gen Mutation dazu, dass wir Menschen Kuhmilch überhaupt vertragen. Erst vor circa 7500 Jahren gewöhnten sich die ersten Menschen an den Milchzucker Laktose ohne Symptome wie Hautausschlag oder Durchfall zu erleiden. Damals besaßen nur Babys das Enzym Laktose, dass den Milchzucker spalten konnte, jedoch etwa ab dem 5.Lebensjahr nicht mehr produziert wurde. Dies änderte sich im Laufe der Evolution, sodass die meisten Erwachsenen ebenfalls Laktose vertragen. Doch diese Entwicklung ist nur regional fortgeschritten. Während in Europa nur 5-10% der Bevölkerung an einer Laktoseintoleranz leiden, sind es in Asien zwischen 65 und 90%! Wir trinken also ganz selbstverständlich die Muttermilch eines Tieres, die unsere Körper ursprünglich überhaupt nicht vertragen hat.

CO2 Ausstoß durch Milchproduktion

Die Aussage, dass die Fürze von Kühen das Klima schädigen wird immer etwas milde belächelt. Doch es ist nun mal ein Fakt, der zu Unrecht ein Schmunzeln hervorruft. Denn Kühe stoßen Methan aus, ein Treibhausgas, das circa 25 Mal klimaschädlicher ist als CO2. Hinzu kommt die Nutztierhaltung und – Versorgung, die das Klima negativ beeinflusst. Zum Beispiel durch den Anbau von Monokulturen für entsprechende Futtermittel. Um das Wachstum dieser Futtermittel zu begünstigen werden spezielle Kunstdünger hergestellt, für deren Produktion Einiges an Lachgas freigesetzt wird, was sogar um ein Vielfaches schädlicher ist als Methan. Relativiert werden muss hier allerdings, dass sich diese Aussagen auf die industrielle Massentierhaltung beziehen, nicht auf die traditionelle Haltung von Milchkühen.

Kuhmilch ist gar nicht so gesund

Die Aussagen, dass Milch gut für den Knochenbau ist und besonders Kinder viel Milch trinken sollten kennt jeder. Es ist auch tatsächlich so, dass das Calcium für den Knochenbau von Kindern zuträglich ist und auch der hohe Eiweißgehalt hilft im Alter gegen Knochenschwund. Andererseits wird die Milch durch das Homogenisieren und Erhitzen immer dicker – und damit fetter. Hinzu kommt eine hohe Menge an Hormonen in der Kuhmilch, die von der oben beschriebenen Hormonbehandlung der Muttertiere herrührt. Bezüglich der Auswirkungen auf verschiedene Krebsarten gibt es verschiedene Studien. Zum Einen scheint der Verzehr von Kuhmilch einen positiven Einfluss auf ein geringeres Darmkrebsrisiko zu haben,. Zum Anderen gibt es aber Studien, die die Korrelation zwischen Kuhmilch und einem gesteigerten Risiko für Prostatakrebs nachweisen. Eine Medaille mit zwei Seiten.

Unsere Käse Liebe basiert auf einer leichten Abhängigkeit

Erweitern wir unseren Blick noch einmal auf den Hauptgrund vieler „Möchtegern Veganer“ : Ich liebe einfach Käse und kann nicht darauf verzichten! Das lässt sich tatsächlich wissenschaftlich erklären, denn in Käse steckt ein Stoff, der bei Menschen eine Art leichte Sucht verursacht. Durch die Verdauung des Stoffs Casein wird ein Peptid namens Casomorphin produziert. Dieses Peptid hängt sich an die Rezeptoren des Belohnungszentrums im Gehirn und erzeugt so ein Hochgefühl. Der Vergleich mit einer Drogensucht führt etwas zu weit, wobei die Abläufe im Körper ähnlich sind, aber es werden eben Endorphine ausgeschüttet. Was uns erspart bleibt sind die Entzugserscheinungen.


Ein kompletter Verzicht muss nicht das Ziel sein, auch eine Reduzierung des Konsums hilft!

Ich persönlich habe meinen Verzehr von Milchprodukten inzwischen auf ein absolutes Minimum reduziert. Kuhmilch, sowie Sahne und Frischkäse produziert aus tierischer Milch esse ich gar nicht mehr. Käse bleibt weiterhin eine Herausforderung und wenn ich irgendwo eingeladen bin passe ich mich ebenfalls an. Ich hätte das nie gedacht, aber nachdem ich jetzt schon wirklich ein paar Monate lang keine Kuhmilch mehr pur oder im Kaffee getrunken habe, schmeckt sie mir tatsächlich nicht mehr.

Wenn du magst würde ich mich freuen, wenn du deine Erfahrungen mit mir teilst! Versuchst du auch auf tierische Milchprodukte zu verzichten? Fällt es dir schwer?

Liebe Grüße,

Deine Marie

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