Die 5 schönsten Osterbräuche


Nr. 1: Das Osterfrühstück

Gemeinsam am Tisch sitzen mit der ganzen Familie. Lachen und zusammen essen. Das ist eine schöne Tradition und wird in vielen Familien gerne gepflegt. Man stärkt den Zusammenhalt in der Familie und freut sich gemeinsam über den Frühling. Der Frühling ist die Zeit des Erwachens der Natur und damit auch ein Neuanfang.

Auf einer kirchlichen Tradition basiert das Osterfrühstück nicht unbedingt. Jedoch hatte man früher nach der langen Fastenzeit und dem Oster-Gottesdienst doch einen recht ordentlichen Hunger – besonders auf Süßes wie z.B. auf ein feines Rührteig-Osterlamm oder den leckeren Osterkranz aus Hefeteig. Dazu aß man die bunt gefärbten Eier, die man einige Tage vor Ostern schon gekocht, bemalt und gefärbt hatte.

Nr. 2: Ostereier färben

Miteinander Eier zu bemalen oder zu färben ist ebenso ein schöner Osterbrauch. Einfach ist es zwar nicht, die Eier auszublasen, ohne dass sie zu Bruch gehen. Wenn es aber klappt und sie ganz bleiben, dann sind der Kreativität, sie zu bemalen, keine Grenzen gesetzt.

Aber weißt du eigentlich, woher dieser Osterbrauch kommt?
Man weiß es tatsächlich nicht so genau. Jedoch ist das Ei in der Kunst ein Symbol der Auferstehung. Aus dem Ei, der toten Schale, schlüpft – ohne dass man es vorab sehen konnte – das Küken, also neues Leben. Und auch Jesus Tod am Kreuz und seine Auferstehung steht in der christlichen Tradition für neues Leben.

Man weiß, dass schon in Griechenland und auch im alten Rom Eier zu den Frühlingsfesten bemalt wurden. Danach hat man sie Freunden geschenkt und sie auch als Dekoration für die Tempel benutzt.

Im Mittelalter musste man den Landbesitzern, deren Felder man gepachtet hatte, zu Ostern als festgelegtem Zahlungstermin eine Pachtgebühr zahlen. Und anstatt mit Geld, bezahlte man damals oft in Naturalien, also auch mit Eiern.

Was wir bisher auch nicht wussten: Während der Fastenzeit vor dem Osterfest durften die Christen keine Eier essen. Deshalb wurden die Eier gekocht, damit sie lange haltbar blieben. Und am Ostersonntag durfte man dann endlich die Eier essen.

Nr. 3: Ostereier suchen

Auch wir Erwachsenen erinnern uns noch gerne daran: Wie schön und spannend war es doch, an Ostern bei schönem Wetter draußen im Garten das Osternest mit den vielen Ostereiern zu finden. Manchmal durften wir sogar mehrfach suchen, nicht nur im eigenen Garten, sondern auch noch bei unseren Großeltern. Und die ganze Familie war dabei und fieberte mit, ob wir denn auch alle Eier finden würden.

Dieser Brauch ist übrigens noch gar nicht so alt. Erst im 17. Jahrhundert wurde er zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Aber wie genau dieser Brauch entstanden ist, weiß man nicht so genau.

Nr. 4: Osterspaziergang

Endlich ist es Frühling! Besonders rund um das Osterfest blüht die Natur endlich wieder. Die ganze Familie geht am Ostersonntag oder am Ostermontag miteinander ins Grüne und heißt gemeinsam den Frühling willkommen.

Aber ist der Osterspaziergang auch eine christliche Tradition? Wir dachten zuerst: nein. Aber nachdem wir ein bisschen recherchiert hatten, haben wir doch etwas herausgefunden. Der Spaziergang hat etwas zu tun mit den Emmaus-Jüngern, die sehr traurig nach Jesus Kreuzigung zurück in ihre Heimat Emmaus wanderten (siehe Lukas-Evangelium). Sie glaubten nicht daran, dass er vom Tode auferstanden war. Auf ihrem Weg zurück in die Heimat begegneten sie einem Fremden und sprachen mit ihm über die Auferstehung von Jesus. Sie aßen auch zusammen und als der Fremde dann das Brot, das sie dabeihatten mit ihnen brach, erkannten die Jünger aus Emmaus Jesus. Jetzt glaubten sie es, dass er auferstanden war.

Im Laufe der Jahrhunderte entstand dann so der Osterspaziergang mit der ganzen Familie. Und weil das Osterfest für den Frieden steht, den Jesus mit seiner Auferstehung in die ganze Welt getragen hat, haben verschiedene Friedensbewegungen um das Jahr 1960 die politischen Ostermärsche etabliert. Hier wird während des Osterfestes für den Frieden auf der ganzen Welt demonstriert.

Nr. 5: Osterfeuer

Das ist eine weitverbreitete Tradition. Sie hat ihren Ursprung in der Osterliturgie der katholischen Kirche. Aber auch in anderen Kulturen gehörten Frühlingsfeuer zur Tradition. In der Zeit der Kelten begrüßte man die Sonne, die auch für das Leben steht. Denn nach einer langen, kalten Zeit brachte sie endlich wieder Wärme und damit Wachstum.

Mit dem Osterfeuer erinnert man sich an die Auferstehung Jesus vom Tod. Jesus steht auch für das Licht und durch ihn wurde die Welt erhellt.

In vielen deutschen Städten und Gemeinden sammeln junge Menschen Holz und Reisig und schichten das dann am Samstag vor Ostern vor den Kirchen zum großen Osterfeuer auf. Das Feuer wird in der Osternacht entfacht und geweiht.

Hieran wird auch die Osterkerze entzündet. In einer sehr feierlichen Prozession wird die Kerze in die noch dunkle Kirche getragen. An ihr werden die Kerzen der gläubigen Menschen, die zum Gottesdienst gekommen sind, entzündet.