Plastik – ein Kunststoff wird zum globalen Umweltproblem

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Wir sind ständig davon umgeben. Zum Beispiel in Form von Tupperware, Frischkäseverpackungen, Zahnbürsten oder als Fernsehverkleidung. Die Rede ist von Plastik. Der Kunststoff, der Mitte der 50er Jahre als robustes Verpackungsmaterial gefeiert wurde, ist heute ein großes Umweltproblem. Die Forschung nach abbaubaren Verpackungsmaterialen ist im Aufschwung und es wird nach Lösungen für das Eindämmen der Plastikflut gesucht. 

In den letzten 10 Jahren stieg die Plastikproduktion weltweit noch einmal von 245 auf 368 Millionen Tonnen

Doch wie soll all dieses Plastik umweltfreundlich entsorgt werden? Nur ein winziger Teil der Plastikprodukte ist überhaupt recyclebar und selbst von den recyclebaren Kunststoffen wird nur ein Bruchteil wiederverwendet. Plastik kann Jahrhunderte lang überdauern und der einzige Weg es vollständig zu entsorgen ist die Verbrennung. Würden wirklich alle Plastikprodukte von den Menschen fachgerecht im Müll entsorgt, wäre das wahrscheinlich sogar stemmbar. Das Problem liegt jedoch woanders: Viele Plastikprodukte werden irgendwo in der Umwelt entsorgt oder gelangen unwissentlich in unser Ökosystem. Dazu zählen Plastikflaschen, die im Wald rumliegen, Plastiktüten, die im Meer schwimmen oder aber auch Milliarden von Mikroplastiken, die z.B. in vielen Zahnpasten enthalten sind und ihren Weg ins Abwasser finden. Besonders der Ozean ist inzwischen zu einer riesigen Plastikmülldeponie geworden, die nicht nur das fragile Gleichgewicht des Ökosystems bedroht, sondern auch verschiedene Tierarten gefährdet. Den Großteil der falsch entsorgten Plastikprodukte machen vor allem kleinere Gegenstände aus.

Am häufigsten gefundene Plastikgegenstände beim Coastal Ocean Cleanup in 2019
(in 1000er Einheiten)

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Ganz weit vorne mit dabei sind vor allem Produkte, die in der Lebensmittelbranche verwendet werden. Das Thema ‚Lebensmittelverpackungen‚ nimmt in der Plastik Diskussion also eine herausragende Stellung ein. Erste Maßnahmen wurden dahingehend bereits getroffen. So dürfen ab dem 31.Juli 2021 in der EU keine To-Go Becher, Einweggeschirr, Strohhalme, Fast Food Verpackungen und Wattestäbchen aus Plastik mehr verkauft werden. Für diese Produkte gibt es gute, alternative Verpackungsoptionen. Bei Lebensmittelverpackungen ist das schon komplexer, denn Plastikverpackungen bringen einige Eigenschaften mit, die für das Verpacken von Lebensmitteln essentiell sind. In der Folgenden Auflistung findest du einige

Gründe für die Verwendung von Lebensmittelverpackungen aus Plastik

  • Lebensmittelverpackungen dienen häufig dazu die Frische des Produkts zu wahren (z.B. eingeschweißte Nahrungsmittel)
  • Um das Produkt sicher transportieren zu können, werden Verpackungen häufig als Schutz verwendet (z.B. bei Beeren)
  • Die Marge der Verpackung ist häufig deutlich höher, als die des Produkts an sich – wer hat sich noch nie wegen einer hübschen Verpackung zum Kauf eines Produkts hinreißen lassen?
  • Die To-Go Mentalität oder auch Bequemlichkeit haben Einfluss darauf, dass immer mehr klein portionierte Produkte verkauft werden. Das bedeutet kleinere Einzelverpackungen und gleichzeitig einen höheren Gewinn.
  • Die Verpackung von Lebensmitteln ist entscheidend für die Vermarktung und aus Marketingsicht nicht wegzudenken. Denn wie soll das Produkt sonst beworben werden?
  • Lebensmittelverpackungen liefern auch eine Reihe an Informationen über Nährwerte, Allergene, MDH etc.

Die Herausforderung ist also eine Verpackung für Lebensmittel zu entwickeln, die nachhaltig, also abbaubar, ist und gleichzeitig die Frische und den Schutz der Lebensmittel gewährleistet. Ein Ansatz dafür sind beispielsweise alternative Plastikmaterialien. Erste Varianten davon sind bereits auf dem Markt. Das sind Kunststoffe, die aus Mais oder auch Zuckerrohr hergestellt werden und nicht wie das herkömmliche Plastik aus Rohöl – eine endliche Ressource. Dadurch, dass diese Rohstoffe sich ohne größere Einwirkungen von außen aber nach einer gewissen Zeit selbst zersetzen, haben sie aktuell häufig noch Defizite in der Nutzung. So sind einige neue Kunststoffe von der Haptik und Formbarkeit her anders als herkömmliches Plastik oder sind nicht so hitzebeständig. Auch Panista sucht nach einer neuen Verpackungslösung, um die Nutzung von umweltunfreundlichen Plastikverpackungen drastisch zu reduzieren.

Dafür brauchen wir DICH!

Wir setzen auf dein Fachwissen und deine Kreativität! Hilf uns, dass wir gemeinsam den Kampf gegen die Plastikflut antreten und eine neue Verpackungslösung entwickeln können. Wir freuen uns auf deine Ideen und Vorschläge und sind uns sicher, dass wir 2021 dann einen wichtigen Schritt in die Richtung machen können Panista zu einem noch nachhaltigeren Unternehmen entwickeln zu können.

Mitmachen lohnt sich! Die besten Ideen wären am Ende der Woche mit einer kleinen Aufmerksamkeit belohnt! Also hilf Panista einen Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft zu leisten.

Liebe Grüße,

Deine Marie

PS: Wenn du mehr zu dem Thema Plastikverpackungen erfahren möchtest schau doch mal hier vorbei.

Quelle Diagramm: Tearfund; Various sources; World Bank; Coca-Cola Company, März 2019, https://www-statista-com.de/study/65164/plastic-waste-worldwide/

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